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Steak-and-Ale-Pie mit Blaukraut-Rote Bete-Salat für den Nikolaus

Bei all der süßen Weihnachtsbäckerei braucht man zwischendurch auch mal was Deftiges. Wie wäre es mit einer Steak-and-Ale-Pie? Macht was her und lässt sich gut vorbereiten.

Wenn mich jemand fragt, was eine Steak-and-Ale-Pie ist, sag ich immer, das ist so eine Art Bierkutscher-Gulasch im Teigmantel. Und es stimmt. Schön geschmortes Rindfleisch, mit Bier aufgegossen in einem knusprigen Pie-Teig. Der Teig wird mit Senf und Thymian verfeinert – eine g’schmackige Mischung.

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Die Pie lässt sich prima vorbereiten. Der Teig hält sich im Kühlschrank, das „Gulasch“ kann man gut einen Tag vorher zubereiten, es muss ohnehin abgekühlt auf den Pie-Teig gegeben werden.

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Als Beilage habe ich mir einen Blaukraut-Rote Bete-Salat ausgedacht. Knackig, etwas süß und trotzdem kräftig im Geschmack bildet es einen herrlichen Kontrast zur Pie. Und: weil wir ja mit der Pie britisch unterwegs sind, gab es noch ein Erbsenpüree dazu.

Zutaten (für ca. 8 Portionen):

Steak-and-Ale-„Gulasch“:

  • 700g Rindsgulasch-Fleisch (in 1cm kleinen Würfeln)
  • 2 EL Butterschmalz
  • Salz und Pfeffer
  • 2 EL Mehl
  • 200g Speckwürfel
  • 2 große Zwiebeln
  • 1 große Karotte
  • 1/4 Knolle Sellerie
  • 5 Zweige Thymian
  • 150g Champignons
  • 2 Lorbeerblätter
  • 300ml dunkles Bier
  • 150ml Rindsbrühe
  • ca. 1 TL Zucker
  • ca. 1 EL Balsamico

Thymian-Senf-Pie-Teig:

  • 600g Mehl
  • 300g kalte Butter (kalte Butter ist wichtig, damit der Teig knusprig wird)
  • 1 TL Salz
  • 1 TL getr. Thymian
  • 2 EL Senfpulver
  • 100ml kaltes Wasser
  • 1 Eigelb zum Bepinseln

Blaukraut-Rote Bete-Salat:

  • 1/2 kleines Blaukraut
  • 4 vorgekochte Rote Bete
  • 1 großer fester Apfel (säuerlich)
  • Salz und Pfeffer
  • 3 EL Saurer Rahm
  • 1 EL Tafelmeerrettich (Glas)
  • 3 EL Rapsöl
  • 3 EL Essig
  • Schale 1/2 Zitrone (oder 1/4 Orange)
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1/2 Bund Dill

Zubereitung: Zwiebeln, Karotte und Sellerie in ca. 1cm große Würfel schneiden. Blättchen von den Thymianzweigen zupfen, Champignons je nach Größe halbieren oder vierteln.

Das Fleisch gut trocknen, gut mit Salz und Pfeffer würzen und in einer Schüssel mit dem Mehl mischen. Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen und das Fleisch portionsweise darin scharf anbraten. Aus dem Topf nehmen und beiseite stellen. Nun den Speck in den Topf geben, falls nötig noch ein bisschen Butterschmalz nachgeben und langsam knusprig auslassen. Aus dem Topf nehmen und ebenfalls beiseite stellen.

Nun die Hitze auf Mittelhitze reduzieren, die Zwiebeln ins Speckfett geben und in 10 Min. langsam andünsten und karamellisieren lassen. Dann Sellerie und Karotten dazugeben, nochmal 5 Min. langsam anbraten. Jetzt kommen die Thymianblättchen und die Lorbeerblätter sowie die Champignons dazu. Kurz anrösten, dann das angebratene Fleisch und den knusprigen Speck mit in den Topf geben. Alles mischen, mit dem dunklen Bier aufgießen und 1-2 Min. einköcheln lassen. Dabei den Bratensatz vom Topf lösen. Die Rindsbrühe dazugeben, einmal aufkochen lassen und alles bei kleiner Hitze und geschlossenem Deckel 2 Std. köcheln lassen. Nach diesen zwei Stunden den Deckel öffnen und alles nochmal 1/2 Std. ohne Deckel köcheln lassen, damit sich die Flüssigkeit weiter reduziert (bei zuviel Flüssigkeit weicht einem später die Pie durch). Aufpassen, dass nichts anbrennt. Zum Schluß den Zucker und den Balsamico unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vielleicht braucht Ihr auch noch mehr Zucker und Balsamico. Diese Leckerei nun mindestens lauwarm abkühlen lassen.

Für den Pie-Teig Mehl, Salz, getr. Thymian und Senfpulver mischen. Die Butter in kleinen Würfeln dazugeben und alles grob verkrümeln. Dann das kalte Wasser dazugeben und alles schnell zu einem Teig verarbeiten. Es dürfen gerne noch Butterstückchen im Teig sichtbar sein, das macht ihn später recht knusprig.

Eine Pie- oder Auflaufform (meine ist 20x30cm) fetten. 2/3 des Pie-Teiges auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nicht zu dünn ausrollen (ca. 4-5mm) und die Pie- oder Auflaufform damit auskleiden. Dabei darf der Teig gerne etwas über den Rand stehen, weil wir später die Pie ja verschließen müssen. Die so ausgekleidete Form mind. 30 Min. in den Kühlschrank geben, den Rest des Teiges ebenfalls.

Nun den ausgekühlten Rindfleisch-Eintopf mit einem Schaumlöffel auf den Teig geben (es soll nicht zuviel Flüssigkeit mit rein – diese kann man erhitzen und als Soße reichen). Alles gleichmäßig verteilen.

Das restliche 1/3 des Teiges nun auf Pie- oder Auflaufformgröße ausrollen und auf die Füllung legen. Die Ränder fest verschließen und mit einer Gabel festdrücken (gibt ein schönes Muster). In die Mitte der Pie ein kleines Loch schneiden, damit der Dampf entweichen kann.

Wenn noch Teigreste übrig sind, kann man ja noch Formen ausstechen und die Pie damit dekorieren. Alles mit Eigelb bepinseln und die Pie in den auf 180 Grad (Umluft) vorgeheizten Ofen schieben. In ca. 40 Min. goldbraun backen. Vor dem Servieren noch 5 Min. rasten lassen.

Für den Blaukraut-Rote Bete-Salat Blaukraut, Rote Bete und Apfel (gerne samt Schale) mit der Küchenmaschine in feine Streifen hobeln oder raspeln. Petersilie und Dill hacken. Alles zusammen einer Schüssel mit den restlichen Zutaten mischen, abschmecken und zu der Pie servieren.

Also da freuen sich sowohl der Nikolaus als auch der Krampus darüber.

Einen schönen Nikolaus-Tag!

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