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Teheran – die Kultrezepte: eine Buchrezension

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Dass ich die orientalische Küche sehr mag, ist dem einen oder anderen aufmerksamen Leser wohl nicht entgangen. Letztens ist mir ein Kochbuch untergekommen, dass sofort mein Interesse geweckt hat: „Teheran – die Kultrezepte“ von Parvin Razavi aus dem Christian-Verlag.

Dieses Buch ist mehr als ein Kochbuch. Es ist zugleich ein kleiner Reiseführer durch Teheran – mit wunderschönen Fotos von Märkten, Straßen und all den Besonderheiten dieser interessanten Stadt. Es hat in mir sofort Fernweh geweckt.

Und was tut Carolinarika gegen Fernweh? Nun, entweder eine Reise planen oder sich durch die Küche des jeweiligen Landes kochen. In diesem Fall habe ich jedoch erstmal dieses wunderschöne Kochbuch „verschlungen“. Das Buch ist aus der „Die Kultrezepte“-Reihe des Verlages. Kultrezepte gibt es auch für New York, Istanbul, Wien, Barcelona, Tokyo und Los Angeles. Wer also heuer nicht Reisen kann, tut gut daran, sich so ein Buch zuzulegen.

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Parvin Razavi hat in diesem Buch die persische Kochtradition mit dem modernen Kochverständnis vereint. Herausgekommen ist ein Kochbuch, das wirklich Lust macht, in den Iran zu reisen. Das Buch ist in 6 Kapitel gegliedert: Frühstück, Mittags, Abends, Beilagen, Nachspeisen und Getränke. Dabei ist bei jedem Kapitel auch noch ein Tipp, was man in Teheran so machen kann, z.B. der Grand Bazar – Bazar-e Bozorg oder einen Ausflug nach Darkeh im Norden der Stadt. Zum Schluß gibt es noch interessante Informationen über den medizinischen Aspekt der traditionellen persischen Küche. Das fand ich sehr interessant! Zu den Kapiteln:

  • Frühstück: Zum Frühstück gibt es im Iran etwas Warmes. Orientalischen Porridge z.B. oder eine Eierspeise mit Datteln und Walnüssen (habe ich schon ausprobiert, kann ich sehr empfehlen!). Das Schmorgericht aus Schafskopf und Schafsfüssen werde ich allerdings weder ausprobieren noch in Erwägung ziehen – aber das ist Geschmackssache. Die Quittenmarmelade mit Rosenblütenwasser merke ich mir für die Quittensaison vor.
  • Mittag: Walnuss-Granatapfel-Eintopf, Schmorgerichte mit gebratener Aubergine oder mit Spinat und getrockneten Pflaumen, Huhn mit Granatapfelkernen – das hört sich ganz nach meinem Speiseplan an. Berberitzenreis mit Hühnerfleisch werde ich bestimmt mal nachkochen.

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  • Abends: Nach so vielen Köstlichkeiten zum Mittagessen noch etwas am Abend? Ja! Wenn ich in Teheran wäre, würde ich jede Gelegenheit zum Essen wahrnehmen. Ich würde etwas versäumen! Frittata aus Kartoffeln oder Zucchini, Fleischlaibchen mit Kichererbsenmehl in Tomatensoße oder Paprika gefüllt mit Kräutern und Gewürzen – sehr nachkochenswert.
  • Beilagen: Manche diese Beilagen werde ich als Hauptgericht servieren. Sie klingen einfach zu lecker um nur eine „Beilage“ zu sein: Auberginendip mit Granatapfelsirup oder Kashk (= getrocknete sauere Molke), Salat aus Minze, Petersilie, Dill, Koriander und Zitronenbasilikum, Rote-Bete-Salat, Salat aus Tomaten, Gurken und Granatapfelkernen oder scharf eingelegtes Gemüse.

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  • Nachspeisen: Jetzt kommt’s. Zuckrig und pappsüß – aber unwiderstehlich: Persischer Safran-Reis-Pudding, Halva, Safraneis mit Pistazien oder Datteldessert. Iran ist ein Schlaraffenland!
  • Getränke: Dieses Kapitel finde ich sehr interessant, weil es viele Ideen für erfrischende alkohlfreie Getränke liefert. Ideale Alternativen zur ollen Limo oder zum Eistee. Süßsaurer Sirup mit Essig und Gurke, Limonade mit Rucolasamen oder Granatapfel-Limonade mit Orangenblütenwasser. Das hört sich alles sehr interessant an. Und zur Not kann man immer etwas Wodka oder Gin ins Getränk geben, und schon hat man einen schönen Cocktail 🙂

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Fazit: Das Buch bringt einem den Iran bzw. Teheran tatsächlich näher. Die Persische Küche ist so kreativ und so köstlich! Die Rezepte in dem Buch sind gut beschrieben, einfach nachzumachen und die Bilder von Teheran verleiten einen zum Träumen. Einige Zutaten und Begriffe in den Rezepten sind bei uns eher unbekannt (z.B. Musir = wilde Knoblauchsorte oder Nabat = eine Art Kandiszucker). Sie werden im Glossar nochmal kurz erklärt. Und wenn man weiß, was es ist, kann man es auch durch Alternativen ersetzen.

Wenn ich einen Minuspunkt geben müsste, dann nur, weil gerade im „Mittags-„Kapitel viele Rezepte für Schmorgerichte mit Lammfleisch enthalten sind. Das ist nicht sooo meines. Aber das ist nur mein persönlicher Geschmack. In jedem Fall ist das ein ganz ganz tolles Kochbuch!

DAS BUCH WURDE MIR VOM CHRISTIAN-VERLAG KOSTENLOS ZUR VERFÜGUNG GESTELLT. MEINE MEINUNG WURDE DADURCH NICHT BEEINFLUSST. ICH BEDANKE MICH BEIM CHRISTIAN-VERLAG FÜR DAS SCHÖNE KOCHBUCH UND DIE TOLLE ZUSAMMENARBEIT.

 

 

2 Gedanken zu „Teheran – die Kultrezepte: eine Buchrezension“

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