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Mein liebster Rhabarberkuchen – ein Rezept aus dem Familienbackbuch

Zugegeben, ich bin kein großer Rhabarberkuchen-Fan. Ob mit Baiser-Haube oder ohne, die ganzen Rhabarber-Stückchen im Kuchen schmecken mir einfach nicht. Nur einer schmeckt mir – und das ist unser Familienrezept. Übrigens ist das auch der einzige Rhabarberkuchen, der überhaupt jemanden in meiner Familie schmeckt. Das muss wohl in den Genen liegen. Mein Vater verweigert die Rhabarberkuchen-Aufnahme sogar ganz, wenn es nicht genau diesen Rhabarberkuchen mit genau dieser Konsistenz gibt…

Rhabarberkuchen5

Jetzt um die Zeit fängt es an, dass der Rhabarber in Papas Garten anfängt, zu wuchern. Wir haben soviel Rhabarber, das kann sich kein Mensch vorstellen. Damit ich nicht immer den selben Kuchen machen muss (ich mache ja immer den selben, monatelang…), habe ich angefangen, auch andere Köstlichkeiten aus Rhabarber zu machen. Rhabarber-Curd, Rhabarber-Sirup, Rhabarber-Ketchup, Rhabarber-Marmelade (hierzu werde ich noch ein leckeres Rezept posten) und natürlich den Rhabarber-Pudding meiner Großmutter (der wird ungefähr so oft gemacht wie der Rhabarberkuchen…).

Der Kuchen ist einfach zu machen. Zwischen zwei Mürbteig-Schichten befindet sich eine Schicht Rhabarber-Vanille-Kompott. In das Kompott kommt noch 1 Apfel hinzu. Die süße Säure vom Apfel harmoniert wunderbar mit dem Rhabarber. Wichtig ist nur, dass man den Kuchen vor dem Anschneiden 1/2 Tag auskühlen lässt, damit die Füllung fest wird.

Zutaten (für eine 26er Springform):

Mürbteig:

  • 400g Mehl
  • 3 gestrichene TL Backpulver
  • 250g Butter
  • 125g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Füllung:

  • ca. 700g Rhabarber (geschält)
  • 1 Apfel
  • 100ml + 6 EL Wasser
  • 2 EL + 6 EL Zucker
  • 2 P. Vanillepuddingpulver

Zubereitung: Für den Mürbteig alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, den Teig in Folie wickeln und ca. 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Füllung den geschälten Rhabarber in ca. 2cm große Stücke schneiden und in einen Topf geben. Den Apfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und zum Rhabarber hobeln. 100ml Wasser und 2 EL Zucker hinzugeben, umrühren, aufkochen lassen und das Ganze ca. 10 Min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Rhabarber auseinandergefallen ist.

Das Puddingpulver mit den 6 EL Zucker und den 6 EL Wasser anrühren und unter den kochenden Rhabarber rühren. Gut verrühren, damit keine Klümpchen entstehen, alles nochmal aufkochen lassen, vom Herd ziehen und abkühlen lassen. Nochmal probieren, ob genügend Zucker im Kompott ist, wenn nicht, noch 1 EL Zucker hinzufügen.

Eine Springform fetten und mit Mehl oder Semmelbrösel ausstäuben. Den Mürbteig aus dem Kühlschrank nehmen und in 2 Hälften teilen. Dabei soll eine Hälfte etwas größer sein. Die kleinere Hälfte ist später für den Deckel, mit der etwas größeren Hälfte wird nun die Springform am Boden und am Rand ausgekleidet. Ich mach das immer so:

  1. Die etwas größere Hälfte zu einer Kugel formen und auf dem Boden der Springform (ohne Rand) ca 3/4 cm dick ausrollen.
  2. Den überschüssigen Teig mit einem Messer abschneiden, den Springformrand anbringen und den überschüssigen Teig zu einer ca. 1cm dicken Rolle formen.
  3. Die Rolle nun innen an den Springformrand legen und mit den Fingern an den Rand und nach oben drücken. Den so entstandenen Rand mit einem Messer nochmal oben glatt abschneiden.

Den Backofen auf 180 Grad (Umluft vorheizen). Das ausgekühlte Rhabarber-Kompott in die mit Mürbteig ausgekleidete Form füllen. Aus der etwas kleineren Mürbteighälfte nun den Deckel formen. Ich mache das immer so:

  1. Den Mürbteig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche ca. 3/4 cm dick ausrollen.
  2. Die Springform auf den ausgerollten Mürbteig stellen und einmal mit dem Messer rundherum ausschneiden.
  3. Den so entstandenen Kreis auf ein Nudelholz wickeln und auf die Rhabarber-Füllung in der Springform legen.

Nun noch den Rand schön säubern, den Deckel mit einer Gabel mehrmals einstechen, damit die Luft entweichen kann und den Kuchen im vorgeheizten Ofen ca. 25-30 Min. backen.

Vor dem Servieren unbedingt 1/2 Tag stehen lassen, damit die Füllung innen fest wird. Sonst kann es passieren, dass die ganze Füllung beim Anschneiden des Kuchens herausläuft. Egal wie – mit Puderzucker bestäubt servieren.

Tipps: Oft bleibt etwas Mürbteig übrig. Dafür habe ich zwei Tipps: entweder man isst den Mürbteig im Rohzustand auf (sehr lecker…) oder man macht noch ein paar Kreuzkümmel-Kekse daraus. Von der Kuchenfüllung kann man übrigens auch mehr machen und als Rhabarberkompott mit Sahne zum Dessert servieren.

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2 Gedanken zu „Mein liebster Rhabarberkuchen – ein Rezept aus dem Familienbackbuch“

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