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Bärlauchgnocchi-Salat mit gebratenem Spargel, Ruccola und Parmesan

Ein Festessen, das verspreche ich Euch. Bärlauchgnocchi sind sowas von gut! Dazu gebratenen Grünen Spargel, ein paar Tomaten, würzigen Ruccola und etwas Parmesan als Krönung. So könnte man das ganze als warmes Gericht servieren. Man kann aber auch alles abkühlen lassen und mit einem Salatdressing vermischt als Salat kredenzen. Ich finde beides lecker, aber der Salat ist halt mal was anderes. Meine Gäste sind jedenfalls immer sehr erfreut, wenn ich einen an die Jahreszeit angepassten Gnocchi-Salat serviere.

Bärlauchgnoccchi1

Denn je nach Jahreszeit kann man variieren: im Frühling Bärlauch und Spargel, im Sommer neutrale Gnocchi mit Grillgemüse, im Herbst Kürbis und Speck und im Winter mit Wurzelgemüse. So hat man das ganze Jahr über herrlichen Salat 🙂 Oder noch besser: man serviert das Gericht warm ohne Salatdressing (z.B. statt dessen mit Pesto oder brauner Butter) und isst die Reste davon am nächsten Tag mit Salatdressing. Jeder wie er mag!

Zutaten (für ca. 2-3 Portionen):

Bärlauchgnocchi:

  • 300g gekochte und durchgedrückte mehlige Kartoffeln
  • 1 Bund Bärlauch (ca. 50-60g)
  • 1 Ei
  • 2 EL Kartoffelstärke
  • ca. 40-60g Mehl (je nach Kartoffelsorte und Größe des Eis)
  • 40g geriebenen Parmesan
  • Salz und Pfeffer
  • Muskatnuss

Salat:

  • 1 Bund Grüner Spargel
  • Butterschmalz zum Braten
  • 1 Hand voll Kirschtomaten
  • Salz und Pfeffer
  • 1 TL Honig
  • 1 Bund Ruccola
  • 1 Hand voll Pinienkerne
  • frisch gehobelter Parmesan

Dressing:

  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 3 EL Essig (Weißwein- oder Kressi-Essig)
  • 5 EL Rapsöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung: Für die Bärlauchgnocchi die gekochten und durchgedrückten Kartoffeln gut ausdämpfen lassen (das macht man am besten am Vortag). Den Bärlauch fein hacken, mörsern oder mixen, zu den Kartoffeln geben. Ei, Kartoffelstärke, Mehl, Parmesan, gut Salz, Pfeffer und etwas Muskat dazugeben und alles zu einem trockenen Kartoffelteig verarbeiten. Bei Bedarf noch etwas Mehl hinzugeben, der Teig darf nicht baazig (klebrig) sein.

Aus dem Teig nun portionsweise ca. 1cm dicke Rollen formen. Die Rollen in ca. 1cm lange Stücke teilen und die so entstandenen Gnocchi portionsweise in reichlich Salzwasser kochen. Dabei sollte das Wasser nur leicht vor sich hinsimmern (wie bei Knödeln), sonst zerfallen die Gnocchi. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen (das dauert ca. 3-4 Min.).

Wer noch ein Gnocchi-Brett oder etwas ähnliches hat, kann auch vor dem Kochen noch ein schönes Muster in die Gnocchi zaubern. Mit einer Gabel geht das natürlich auch. Ich habe meine „Italienische Tagliatelle-Maschine“ aus Apulien benutzt. Ja, meine Urlaubs-Souvenirs werden auch manchmal verwendet…

Die Gnocchi abschöpfen und abtropfen lassen. Am besten nach dem Abtropfen auf einem Blech mit Backpapier ausbreiten und vollständig trocknen lassen. Die getrockneten Gnocchi dann in etwas Butterschmalz von allen Seiten goldbraun anbraten. In eine Schüssel füllen.

Den Grünen Spargel im unteren Drittel schälen, die holzigen Enden abschneiden und die Stangen schräg in ca. 2cm lange Stücke schneiden. In einer Pfanne in heißem Butterschmalz langsam an- und garbraten, dabei salzen und pfeffern. Brät der Spargel zu stark, einfach einen kleinen Schluck Wasser angießen und weiterbraten.

In der Zwischenzeit die Kirschtomaten halbieren oder vierteln. Wenn der Spargel gar ist, die Kirschtomaten mit in die Pfanne geben, alles kurz durchschwenken, den Honig hinzugeben und nochmal 3-4 Min. in der Pfanne brutzeln lassen. Dann die Spargel-Tomaten-Mischung zu den Gnocchi geben.

Die Zutaten für das Dressing vermixen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Den Ruccola waschen und trockenschleudern, zu den Gnocchi in die Schüssel geben, das Dressing darübergeben und alles gut vermischen.

Den Bärlauchgnocchi-Salat auf einer Platte anrichten, Parmesan darüberhobeln und mit den gerösteten Pinienkernen bestreut servieren. Ein Fest für jeden Gaumen!

Tipp: Bei Kartoffelteigen ist es immer wichtig, dass sie nicht zu lange stehen. Also nicht auf Vorrat machen und im Kühlschrank ruhen lassen, sondern gleich weiterverarbeiten. Sonst wird aus den Gnocchi später Matsch.

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