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Giardinera – mein liebster Brotaufstrich, meine liebste Soße und überhaupt!

Ich fahre mit Freunden ab und an ins Piemont. Kulinarisch die schönste Region der Erde – zumindest für mich. In Italien isst man immer gut, aber im Piemont ist es eben noch ein bisschen besser. Und erst die Nüsse… Darüber schreibe ich noch zur Weihnachtszeit…

Eine der Köstlichkeiten, die ich dort kennengelernt habe, ist Giardinera. Die gibt es in den Osterien immer als Vorspeise. Sie stellen Dir ein Einmachglas voll mit tomatigem Zeugs hin und schon bist Du im 7. kulinarischem Himmel.

Giardinera ist einfach eingekochtes Gartengemüse, das mit einer Dose Thunfisch gemischt einen sehr feinen Brot- oder Bruschetta-Aufstrich ergibt. Ohne Thunfisch kann man es durch Einkochen haltbar machen, da hat man immer etwas Leckeres im Haus. Warm ist das eine sehr gute Spaghettisoße, auch zu Polenta passt es gut. Ach, ein Universalessen!

Zutaten (für ca. 6 Gläser à 350ml):

  • 1 große Zwiebel
  • 2 frische Lorbeerblätter
  • 1 EL Olivenöl
  • 3 Dosen Tomaten (á 400ml)
  • 250g Knollensellerie (geputzt gewogen)
  • 250g Karotten (geputzt gewogen)
  • 250g Schalotten (geputzt gewogen)
  • 250g grüne Bohnen (geputzt gewogen)
  • 250g Blumenkohl (geputzt gewogen)
  • 250g rote Paprikaschoten (geputzt gewogen)
  • Salz und Pfeffer
  • Cayennepfeffer
  • ¼ TL Nelken
  • ¼ TL Zimt
  • 1 EL Honig
  • 50ml Olivenöl
  • 50ml Rotweinessig
  • Thunfisch zum Untermischen (erst nach dem Einkochen!)

Zubereitung: Zuerst müssen wir eine Tomatensoße herstellen, in der das Gemüse nach und nach weichgekocht wird. Hierfür die große Zwiebel fein würfeln, mit den Lorbeerblättern in Olivenöl anschwitzen und mit den Dosentomaten ablöschen. Die Tomatensoße ca. 30 Min. köcheln lassen, dann die Lorbeerblätter entfernen und die Soße pürieren.

In der Zwischenzeit Sellerie, Karotten, Schalotten, Bohnen, Blumenkohl und Paprikaschoten in ca. 3-5mm große Würfel schneiden. Je kleiner das Gemüse, desto feiner das Giardinera später. Zuerst den Sellerie in die Tomatensoße geben und 10 Min. köcheln lassen. Nach diesen 10 Min. die Karotten zugeben, 10 Min. später die Schalotten. Bohnen, Blumenkohl und Paprikaschoten ebenfalls im Abstand von 10 Min. in dieser Reihenfolge hinzugeben. Sobald man die Paprikaschoten zum Schluss hinzugefügt hat, noch 10 Min. weiterköcheln lassen.

Alles mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Nelken, Zimt und Honig abschmecken, 5 Min. köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und Essig und Olivenöl hinzufügen.

Das Ganze nun entweder abkühlen lassen, Thunfisch (den in Olivenöl) untermischen und als Piemontesische Vorspeise genießen, oder aber das noch heiße Gemüse in sterile Gläser füllen, auf ein mit Wasser gefülltes Backblech stellen (ca. 1½ cm hoch) und bei 120 Grad ca. 40 Min. einkochen. Im Ofen auskühlen lassen und dann später als Aufstrich oder Pastasoße genießen.

Hmmmm – lecker!

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