Allgemein, Kochbücher

Buchrezension: „Genial Gesund“ von Jamie Oliver und „NOPI“ von Yotam Ottolenghi

Habt Ihr Euch eigentlich schon mal darüber Gedanken gemacht, was Ihr heuer zu Weihnachten verschenken möchtet? Ich hätte da zwei Kochbücher als Vorschlag, die zwar unterschiedlicher nicht sein könnten, jedoch beide in ihrer Art sehr schön sind, nämlich zum einen Jamie Oliver: „Genial Gesund – Superfood for Family & Friends“, zum anderen Yotam Ottolenghi: „NOPI – Das Kochbuch“. Sowohl Jamie Oliver als auch Yotam Ottolenghi sind Lieblingsköche von mir. Beide Bücher sind in ihrer Art sehr schön aufgemacht, beinhalten tolle Rezepte und die Fotos machen Lust auf`s Nachkochen.

Jamie Oliver: „Genial Gesund – Superfood for Family & Friends“: Das Buch kommt in guter alter Jamie Oliver Manier daher. Leckere Rezepte, die einfach umzusetzen sind mit Bildern, die nicht nur Appetit machen, sondern auch sofort zum Nachkochen einladen. „Genial Gesund“ enthält 10 Kapitel, die unterteilt sind in:

  • Frühstück: hier zeigt Jamie Oliver, dass es nicht schwer ist, ein leckeres, aber gesundes Frühstück zuzubereiten. Dabei gibt er auch Tipps, wie man z.B. seine Frühstückseier verschieden zubereiten kann oder Avocados auf Brot 10x anders variieren kann.
  • Schnell Gemacht: leckere gesunde Gerichte, die in 25 Min. zubereitet werden können. Hier wird bewiesen, dass selber kochen auch nicht länger dauert, als sich eine Pizza aufzutauen.
  • Gesunde Klassiker: mein Lieblingskapitel. Klassiker kommen ja eher immer „robust“ daher. Doch hier wird gezeigt, dass es mit ein paar wenigen Veränderungen gelingt, aus etwas Deftigem ein gesundes Essen zuzubereiten. Egal ob Shepherd’s Pie, Chili oder Burger – die Rezepte sind leicht, ausgewogen und einfach zuzubereiten.
  • Salate: mehr als nur grüne Blätter mit Dressing. Probiert doch mal den „Maurischen Knuspersalat mit Couscous-Päckchen, Orange und Harissa“.
  • Currys & Eintöpfe: Jamie’s Meister-Disziplin – Currys. Abwechslungsreich und kreativ. Mein Favorit: „Thai-Hähnchencurry mit Aubergine, Mais, Cashews und Limette“.
  • Aus dem Ofen: ebenfalls typisch Jamie: ein paar Zutaten mischen, ab in den Ofen und was kommt heraus? Etwas unglaublich Leckeres! „Jamaikanische Auberginen-Paprika-Pfanne mit Reis, Bohnen, Kokos und Koriandergrün“ – das hört sich doch vielversprechend an!
  • Pasta & Risotto: gesunde Pasta, die einfach zuzubereiten ist und nicht schwer im Magen liegt. Dieses Kapitel enthält viele Anregungen, wie man Nudeln gesund und leicht zubereiten kann.
  • Suppen: sehr kreative Suppen-Rezepte, wie z.B. „Lauch-Kartoffel-Suppe mit Kräutercroutons mit Parmesan und Mandeln“, aber auch Klassiker, wie die modern interpretierte „Mulligatawny-Suppe“. Wer möchte da nicht sofort den Teller auslöffeln.
  • Kochen auf Vorrat: eine sehr gute Idee, so ein Kapitel einzuführen. Hier wird gezeigt, dass es nicht schwer ist, sich einen gesunden Vorrat an Lebensmitteln anzulegen und diesen bei Bedarf zu einer schnellen, aber gesunden und köstlichen Mahlzeit zu verarbeiten.
  • Gesund & Glücklich: hier werden noch – wie bereits bei einigen anderen Jamie Oliver Kochbüchern – Tipps zur gesunden Ernährung gegeben. Welche Nährstoffe brauchen wir, welche Kohlenhydrate sollte man zu sich nehmen etc. Ein schöner Überblick für alle, die das noch nicht wissen.

Fazit: ein sehr schönes Kochbuch mit unglaublich tollen Bildern. Die Rezepte sind wie immer bei Jamie Oliver einfach nachzumachen und machen Lust auf’s Kochen. Dabei wird gezeigt, wie einfach es ist, sich gesund aber lecker zu ernähren und dass man bei gesundem Essen keine Abstriche in Geschmack und Kreativität machen muss. Durch die ganzen Kapitel werden immer wieder Tipps gegeben, wie man auf Vorrat kochen kann, damit man am nächsten Tag vielleicht auch gleich eine schnelle ausgewogene Mahlzeit auf den Tisch bringen kann. Jamie eben!

Rezension3Rezension4

Das zweite Buch ist von Yotam Ottolenghi: „NOPI – Das Kochbuch“. Für alle, die Yotam Ottolenghi noch nicht kennen: Ihr habt was versäumt. Yotam Ottolenghi wuchs in Jerusalem auf und ist nun Spitzenkoch in London. Meine Lieblingskochbücher von ihm sind „Genussvoll vegetarisch“ und vor allem „Jerusalem: Das Kochbuch“. Seine Rezepte sind hauptsächlich orientalisch inspiriert, deshalb kann ich an keinem seiner Kochbücher vorbeigehen.

Nun aber zu seinem neusten Kochbuch: NOPI. NOPI heißt das Restorant von Ottolenghi in London. Sterneküche! Das Kochbuch beinhaltet Rezepte aus diesem Restaurant und ist – im Gegensatz zu den Jamie Oliver Kochbüchern – nicht für Anfänger geeignet. Ottolenghi schreibt dies auch in seinem Vorwort in diesem Buch. Aber davon würde ich mich nicht abschrecken lassen.

Zugegeben, auf den ersten Blick war mir auch zuviel „Chi-Chi“ in dem Buch, aber auf den zweiten Blick sah ich doch, dass man sich sehr wohl auch mit weniger Kocherfahrung an die Rezepte wagen kann. Man muss nicht alles 1:1 nachkochen, man kann sich auch sehr viele Anregungen holen und umsetzen, zumal die Rezepte nicht auf „Profi-Niveau“ geschrieben sind und somit auch für uns Laien gut verständlich sind. Das Kochbuch ist unterteilt in folgende Kapitel:

  • Vorspeisen: „Selleriepüree mit pikantem Blumenkohl und Wachteleiern“ oder „Butternutkürbis mit Ingwertomaten und Limettenjoghurt“ – das hört sich doch gut an, oder?
  • Salate: oh ja, hier möchte man unbedingt Salat essen. Und vor allem selber zubereiten. Sehr kreative Salat-Ideen, wie z.B. „Gemischter Blumenkohl mit Sultaninen, Ricotta und Kapern“
  • Beilagen: ich frage mich, wer bei solchen Beilagen noch ein Hauptgericht dazu haben möchte. Hier werden vor klassische Beilagen kreativ und geschmackvoll interpretiert.
  • Fisch: das Fischkapitel finde ich persönlich eher schwierig. Nicht, weil die Rezepte kompliziert sind, sondern weil es manchmal sehr schwierig ist, die Fischspezialitäten bei uns aufzutreiben. Aber das Kochbuch ist ja nicht für die Alltagsküche gedacht. Und wer bei seinen Gästen mal richtig Eindruck schinden will, der findet hier in jedem Fall das passende.
  • Fleisch: von Lamm über Hähnchen bis Rindfleisch und Wild – hier wird Fleisch auf köstlichste Art und Weise zubereitet. „Knuspriger Schweinebauch mit zerstampftem Butternutkürbis und Apfel-Walnuss-Salsa“ – sozusagen Schweinebraten deluxe!
  • Vegetarisch: Yotam Ottolenghi ist ja mein Lieblings-Vegetarisch-Koch. In diesem Kapitel zeigt sich, warum. „Pikante Kichererbsenküchlein mit Kokos-Curry-Püree“, „Persischer Liebesreis und Tsatsiki mit Brauner Butter“ oder „Blauschimmelkäsekuchen mit eingelegter Roter Bete und Honig“ – wer da noch Fleisch braucht, dem kann ich auch nicht helfen.
  • Brunch: das Kapitel finde ich interessant. Ich brunche ja eigentlich nicht, aber hier bekomme ich wirklich Lust, „Süßkartoffelpuffer mit Joghurt und Dattelsirup“ zu verbrunchen.
  • Desserts: Eis, geröstetes Obst und Gebäck kreativ und raffiniert zubereitet – so mag ich das!
  • Cocktails: ich finde es eine klasse Idee, in Kochbüchern auch Anregungen für Cocktails zu geben. Das gefällt mir gut. Hier werden kreative und abwechslungsreiche Cocktails gezeigt, Klassiker, die mit ein paar Veränderungen völlig neu aber doch vertraut schmecken. Ich werde in jedem Fall bald den „Sumach-Martini“ und den „Chili-Fino-Old-Fashioned“ probieren. Hier kann man seine Gäste staunen lassen!
  • Zugaben: das finde ich bei Ottolenghi so gut. Exotische, eher ungewöhnliche Gerichte, aber zum Schluss werden noch die Basics erklärt und dem Leser bzw. Anwender werden noch einige Grundrezepte mit auf dem Weg gegeben. „Dukkah“, „Currypaste“ oder „Asiatische Meisterbrühe“ kann man schließlich auch in der Alltagsküche brauchen, oder?

Zum Schluss gibt es noch Menüvorschläge. Außerdem werden Zutaten, die für manche vielleicht exotisch klingen möchten, nochmals genauer erklärt.

Fazit: Zugegeben, am Anfang hat mich das Kochbuch mit auf den ersten Blick für mich etwas zu viel „Chi-Chi“ gar nicht so angesprochen. Doch weil es von Ottolenghi ist, habe ich es mir genauer angesehen und erst auf den zweiten Blick erkannt, welch ein tolles Kochbuch das ist. Ich würde es zwar nicht an blutige Kochanfänger verschenken, aber wer gerne kocht, der wird an diesem Buch viel Freude haben.

Rezension5Rezension6

DIE BÜCHER WURDEN MIR VOM DORLING KINGSLEY VERLAG KOSTENFREI ZUR VERFÜGUNG GESTELT.  MEINE MEINUNG WURDE NICHT BEEINFLUSST. VIELEN DANK AN DEN VERLAG FÜR DIE TOLLE ZUSAMMENARBEIT!

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s