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Mein Weihnachtsmenü 2017 – der Hauptgang: Wintergemüse-Strudel mit Ziegenkäse und Haselnüssen, Feldsalat-Walnußpesto und Ofenlachs

Bei uns wird am Heiligen Abend eher leicht gegessen. Am ersten Weihnachtsfeiertag gibt es traditionell eine Gans, da muss man sich am Abend vorher nicht auch noch den Bauch vollschlagen – sonst bleibt am nächsten Tag zuviel Gans übrig. Oder man fällt am 1. Weihnachtsfeiertag am Nachmittag ins Verdauungs-Koma. Meistens trifft beides zu und trotzdem wärmt man sich Abends dann die Reste von der Gans auf… Mei, es schmeckt halt so gut…

Mein Vorschlag für den Hauptgang am Heiligen Abend ist ein Strudel aus Wintergemüse. Zuerst wird eine Art Gemüse-Ragout gekocht. Das kann man sehr gut vorbereiten. Das Gemüse kommt dann auf einen Strudelteig, der vorher mit Ziegenkäse bestrichen und mit Haselnüssen bestreut wird. Das macht sich sehr gut zum Wintergemüse. Je nach Saison kann man auch Sommergemüse, also Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten, nehmen. Oder was man sonst noch gerne mag.

Zum Strudel gibt es Ofenlachs. Den Lachs würzt man mit Salz, Pfeffer und Teriyakisoße. Teriyakisoße ist mein Lieblingsgewürz für Lachs. Schmeckt unwahrscheinlich gut. Den Lachs gibt man einfach die letzten 15 Min. zum Gemüse-Strudel in den Ofen. Macht keine schmutzigen Pfannen und man muss ihn nicht bewachen.

Als „Sößchen“ gibt es ein Pesto aus Feldsalat, Walnüssen und Kürbiskernöl. Ich finde, das schmeckt zum Wintergemüse einfach „harmonischer“ als normales Pesto. Wenn ich den Strudel mit Sommergemüse mache, kommt klassisches Basilikumpesto auf den Tisch. Das Pesto kann man bereits einen Tag vorher zubereiten.

Gemüsestrudel (für ca. 6 Portionen):

  • 1/4 Hokkaido-Kürbis
  • 1/4 Sellerieknolle
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Karotte
  • 1 Süßkartoffel
  • 4 große Champignons
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Butterschmalz zum Anbraten
  • Salz und Pfeffer
  • 1/4 TL Zimt
  • 1/2 TL gemahlener Ingwer
  • 2 TL edelsüßer Paprika
  • 250ml Gemüsebrühe
  • Cayennepfeffer
  • 4 große Filoteig-Blätter (als Rolle im Kühlregal – Blätterteigrolle geht auch)
  • 2 EL flüssige Butter
  • 125g Ziegenfrischkäse
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 2 EL gehackte geröstete Haselnüsse
  • 1 Eigelb

Zubereitung: Hokkaido, Sellerie, Petersilienwurzel, Karotte, Süßkartoffel, Champignons und Lauch schälen und in ca. 1 1/2 cm große Würfel schneiden. Zwiebel und Petersilie hacken.

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel, Petersilie, Zimt und gemahlenen Ingwer darin ca. 3 Min. andünsten. Die Gemüsewürfel hinzugeben, salzen und alles ca. 7 Min. kräftig anbraten. Den edelsüßen Paprika hinzugeben, ebenfalls mit anrösten, ca. 2 Min. lang. Dann alles mit Brühe aufgießen (es soll nur der Boden leicht mit Flüssigkeit bedeckt sein) und das Gemüse ca. 15 Min. mehr im eigenen Saft garen. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Viel Würze braucht es nicht, denn das Wurzelgemüse bringt ohnehin viel Geschmack mit.

In der Zwischenzeit die Filoteigblätter ausrollen (sie sollen ca. die Größe eines Backblechs haben). Ein Teigblatt auf die Arbeitsfläche legen, die restlichen Teigblätter am besten mit einem feuchten Küchentuch abdecken, sonst werden sie trocken und brüchig. Das eine Teigblatt auf der Arbeitsfläche mit etwas flüssiger Butter bepinseln und ein zweites Teigblatt darauflegen. Dieses wieder mit wenig Butter bepinseln, das dritte Teigblatt darauflegen. Bepinseln, letztes Teigblatt darauflegen. Wer Blätterteig nimmt, spart sich die Prozedur und rollt den Blätterteig einfach aus. Ich finde aber, mit Filoteig schmeckt es besser.

Die Teigplatte nun mit dem Ziegenfrischkäse bestreichen. Etwas Salz, Pfeffer und getrockneten Thymian darüber streuen, dann mit gehackten und gerösteten Haselnüssen bestreuen. Nun das Gemüse-Ragout auf der Fläche verteilen, dabei links, rechts, oben und unten einen Rand freilassen, damit es beim Aufrollen nichts „rausbaazt“. Bitte darauf achten, dass möglichst wenig Flüssigkeit im Gemüse-Ragout ist, sonst „baazt“ der Strudel später durch.

Gemüsestrudel0

Den Strudel aufrollen, die Enden einklappen und die Rolle auf ein Backblech bugsieren. Mit Eigelb bestreichen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Umluft ca. 30 Min. backen. Nach 15 Min. kommt der Lachs noch mit in den Ofen (siehe unten). Serviert wird beides zusammen mit dem Pesto (siehe noch weiter unten).

Ofen-Lachs (für ca. 6 Portionen):

  • 6 Lachsfilets (à ca. 150g)
  • Salz und Pfeffer
  • 6 EL Teriyaki-Soße

Zubereitung: Den Lachs mit Salz und Pfeffer würzen, je 1 EL Teriyaki-Soße darüberträufeln und ca. 15 Min. im Ofen bei 180 Grad Umluft backen.

Feldsalat-Walnuß-Pesto:

  • 2 Hand voll Feldsalat
  • 1 1/2 Hand voll Walnüsse
  • 1 Knoblauchzehe
  • 25ml Kürbiskernöl
  • 100ml Walnußöl (es geht auch Rapsöl)
  • Salz und Pfeffer
  • Abrieb 1/2 Zitrone

Zubereitung: Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten und abkühlen lassen. Mit dem Feldsalat in einen Mixbecher geben. Knoblauchzehe schälen und grob hacken, in den Mixbecher geben, Kürbiskern- und Walnußöl dazugeben und alles zu einem Pesto pürieren. Den Parmesan reiben, untermischen, mit Salz, Pfeffer und Zitronenschale abschmecken.

Gutes Gelingen und lasst es Euch schmecken. Morgen gibt es dann noch eine Nachspeise 🙂

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