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Gebackene Schmalzmorcheln

Dieses Rezept habe ich aus dem Straubinger Kochbuch von 1907. Es hat sich sehr interessant angehört, deshalb habe ich es ausprobiert. Und zwar handelt es sich um einen etwas dickeren Pfannkuchenteig, in den ein Kochlöffelstil getaucht wird. Der anhaftende Teig wird in Schmalz herausgebacken, dann kommt der Kochlöffel wieder in den Teig und wieder ins Schmalz, bis man 5-7 Schichten auf dem Kochlöffel hat und der Teig am Kochlöffenstil aussieht, wie eine Morchel. Der Hohlraum, der durch den Kochlöffelstil entsteht, wird mit Marmelade oder Obst gefüllt.

Schmalzmorcheln1

Und: es war ein Volltreffer. Es schmeckt sehr sehr gut und mir sind gleich viele Ideen gekommen, mit was man dieses Schmalzgebäck sonst noch füllen könnte. Mögliche Variationen:

  • im Sommer mit Sahne und Erdbeeren
  • im Herbst und Winter mit Zimt-Sahne
  • mit Obst der Saison
  • mit Amarenakirschen!!!
  • mit Vanillepudding
  • mit Eierlikör
  • mit Vanillesoße
  • mit Nutella!!!

Also, dieses Gebäck wird es jetzt öfter geben, in verschiedensten Variationen.

Zutaten (für ca. 7 Stück):

  • 2 gehäufte EL Mehl
  • 6 EL Sahne
  • 2 Eigelb
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zitronenabrieb
  • 1 EL Zucker
  • ca. 400g Butterschmalz zum Ausbacken
  • 4-5 EL Zucker zum Wälzen
  • Marmelade zum Füllen

Zubereitung: Das Mehl mit der Sahne glattrühren. Eigelb und Ei unterrühren, ebenso Salz, Zitronenabrieb und Zucker. Der Teig soll die Konsistenz von einem dicken Pfannkuchenteig haben.

Butterschmalz erhitzen. Den Teig in ein kleines schmales Gefäß (z.B. ein Wasserglas) umfüllen, so dass man den Stil eines Holzkochlöffels ca. 4cm tief in den Teig eintauchen kann.

Wenn das Schmalz soweit ist, einen Holzkochlöffelstil zunächst ins heiße Fett tauchen, damit sich der Teig später wieder vom Holz löst. Dann den Stil in den Teig tunken und im Schmalz goldbraun ausbacken. Den Kochlöffelstil nun wieder in den Teig tunken, im Schmalz ausbacken, in den Teig tunken, im Schmalz ausbacken und so weiter, bis man ca. 5-7 Schichten gebackenen Teig am Kochlöffelstil hat (das Originalrezept beschreibt es so: „bis es an dem Hölzchen wie eine große Morchel ist“).

Diese „Morchel“ nun mit Hilfe eines Messers vorsichtig vom Kochlöffelstil lösen und herunterschieben, kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen und dann noch warm in Zucker wälzen.

Nun erneut den Kochlöffelstil in den Teig und dann ins Schmalz geben, bis ca. 6-7 „Morcheln“ entstanden sind und der Teig aufgebraucht ist. Erst kurz vor dem Servieren mit Marmelade (den Spritzbeutel zu Hilfe nehmen) füllen.

Gutes Gelingen und viel Freude mit diesem Rezept – ich bin ganz happy, dass ich es entdeckt habe!

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