Allgemein, Weihnachtsplätzchen

Linzer Cookies und ein Buchtipp

Zugegeben, wenn es um Plätzchen mit Loch in der Mitte und Marmelade innen drinnen geht, lass ich nichts über meine Spitzbuben kommen.

Aber als mir neulich dieses Büchlein untergekommen ist, habe ich ein Rezept gesehen, dass mich neugierig gemacht hat. Der Versuch hat sich gelohnt: so samtig, dass sie auf der Zunge zerfallen, die Marmeladen-Füllung fruchtig und aromatisch – die perfekte Kombination.

Im Rezept stand, man solle Cranberrykonfitüre für die Linzer Cookies nehmen, aber wir haben Unmengen von selbstgemachtem Johannisbeerengelee zu Hause. Deshalb habe ich die Aromazutaten für die Cranberrymarmelade einfach unter das Johanissbeergelee gemischt. Die beste Idee, die ich je hatte!

Zurück zum Büchlein: das „Büchlein“ ist ein Adventskalender-Backbuch namens „Christmas Bakery“ vom EMF-Verlag. Erst dachte ich mir, na ja, schon wieder ein Plätzchenbackbuch mit amerikanischen Rezepten, aber hier gibt es wirklich sehr interessante und schöne Rezepte, die zum Nachbacken einladen. Für jeden Tag von 1.-24. Dezember hat das Buch ein Überraschungs-Plätzchenrezept parat. Wer also noch ein kleines Mitbringsel für eine Adventseinladung sucht, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

Jetzt aber das Rezept für die Linzer Cookies, von mir ein bisschen angepasst. Nachbacken unbedingt empfohlen 🙂

Zutaten (für ca. 30-35 Stück):

Teig:

  • 150g weiche Butter
  • 50g Puderzucker
  • 1 Ei
  • 1 EL Kirschwasser oder Marillenbrand
  • 1 Prise Salz
  • 150g Mehl
  • 150g gem. Haselnüsse
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/4 TL gem. Nelken
  • 1/2 TL Kakao

Füllung & Deko:

  • ca. 100g Johannisbeergelee
  • Abrieb 1/4 Orange
  • 2 EL Portwein
  • 2 TL Gelierzucker (1:2)
  • Mark 1/4 Vanilleschote
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung: Für den Teig Butter mit Puderzucker in der Küchenmaschine schaumig rühren, nach und nach Ei, Kirschwasser (oder Marillenbrand) und Salz zugeben und alles zu einer cremigen Masse rühren (lassen).

Mehl, Haselnüsse, Gewürze und Kakao mischen und unter den Teig rühren. Alles rasch mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten und diesen in Folie gewickelt ca. 1 Std. im Kühlschrank rasten lassen. Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und Formen ausstechen. In die Hälfte der Formen in der Mitte kleine Herzen, Löcher oder Sterne ausstechen. Die ausgestochenen Plätzchen auf Backbleche (mit Backpapier ausgelegt) legen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Umluft) ca. 8-10 Min. backen. Vollständig auskühlen lassen.

Für die Füllung das Johannisbeergelee in einen Topf geben, den Orangenabrieb, das Vanillemark und den Gelierzucker dazugeben. Aufkochen lassen, 3-4 Min. sprudelnd kochen lassen und dann vom Herd ziehen. Jetzt erst den Portwein dazugeben und das Gelee etwas abkühlen lassen, bis es von der Konsistenz etwas dicker wird, so dass man es später gut verarbeiten kann. Der Gelierzucker ist deshalb wichtig, weil der Portwein die Marmelade sonst zu flüssig machen würde und sie dann die Plätzchen später nicht zusammenhalten würde…

Die fertig gebackenen Plätzchen mit Loch oder Stern oder Herz in der Mitte mit Puderzucker bestäuben. Auf die Plätzchen ohne Loch, Stern oder Herz in der Mitte jeweils einen ordentlichen Klecks Johannisbeer-Portweingelee geben und jeweils ein Plätzchen mit Puderzucker draufsetzen. Ein paar Stunden antrocknen lassen und dann in Blechdosen verpacken – oder gleich aufessen 🙂

Ich wünsche Euch einen schönen ersten Adventssonntag!

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