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Voglkiachal à la Germknödel

Na? Was fehlt Euch heuer mehr – der Germknödel beim Skifahren oder der Krapfen auf dem Faschingsumzug? Ich hab da die Lösung für Euch: kleine Krapfen umhüllt von Powidl, Zucker und Mohn. Ein Traum!

Voglkiachal sind kleine frittierte Hefeteig-Teilchen. Aus dem weichen Hefeteig werden mit einem Löffel kleine Portionen abgestochen und in heißem Butterschmalz ausgebacken. Das Ergebnis sieht dann aus wie kleine Vöglein. Da mein Hefeteig diesmal etwas fester geworden ist, habe ich einfach mit der Hand kleine Kugeln geformt und im Fett ausgebacken. Man muss sich nur zu helfen wissen…

Das Germknödel-Finish haben die kleinen Krapfen bekommen, indem ich sie in eine Mischung aus Rum, Wasser und Powidl getunkt und dann in Mohn und Zucker gewälzt habe. Wenn man sie jetzt noch mit Zwetschgenkompott oder Amarena-Zwetschgen (Rezept -> KLICK) serviert, gibt es kein Halten mehr!

Die Idee habe ich übrigens vom Kochquartett der Süddeutschen Zeitung.

Zutaten (für ca. 50-60 Stück):

Hefeteig: 125ml lauwarme Milch, 3 EL Zucker, 1 Würfel Hefe, 500g Mehl, Mark 1 Vanilleschote, 1 Prise Salz, 2 Eier, 2 Eigelb, 125g zerlassene Butter, Schale 1/2 Zitrone, ca. 750g Butterschmalz zum Ausbacken

Außerdem: 150g gemahlener Mohn, 75g Zucker, 250ml Wasser, 5cl Rum, 1 EL Powidl, Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung: Lauwarme Milch mit 1 EL Zucker, der zerbröselten Hefe und 2 EL Mehl mit dem Schneebesen verrühren und abgedeckt 15 Min. rasten lassen. Das restliche Mehl mit dem übrigen Zucker, der Hefe-Milch und den restlichen Zutaten für den Teig mit dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten, der sich von alleine vom Schüsselrand löst. Abgedeckt 1 Std. bei Zimmertemperatur rasten lassen.

In der Zwischenzeit den gemahlenen Mohn und die 75g Zucker mischen und auf 3 Schüsselchen oder Teller verteilen (siehe Tipp unten). Wasser, Rum und Powidl in einem kleinen Topf glattrühren, aufkochen lassen und in eine flache Schale umfüllen. Abkühlen lassen.

Wenn der Hefeteig nach 1 Std. ordentlich aufgegangen ist, das Butterschmalz in einem großen Topf (ich nehme immer den Wok) auf ca. 180 Grad erhitzen. Ob das Fett heiß genug ist erkennt man, indem man einen Holzstiel (z.B. von einem hölzernen Kochlöffel) in das Fett hält. Steigen daran kleine Bläschen hoch, passt die Temperatur. Mit zwei Esslöffeln, die man ins heiße Fett taucht, nun kleine Portionen vom Teig abstechen, ins heiße Fett gleiten lassen und von jeder Seite ca. 3-4 Min. goldbraun ausbacken. Alternativ Golfball große Kugeln aus dem Teig formen und im Fett ausbacken.

Die Voglkiachal mit einem Schaumlöffel aus dem Fett holen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen, in die Rum-Powidl-Mischung tunken und gleich im Mohn-Zucker wälzen. Am besten frisch mit Puderzucker bestäubt servieren.

TIPP 1: die Mohn-Zucker-Mischung verklebt mit der Zeit, weil die „nassen“ Voglkiachal darin gewälzt werden. Deshalb am besten die Mohnmischung auf 3 Schüsseln verteilen, so hat man immer trockenen Nachschub.

Tipp 2: die Kiachal kann man gut auf Vorrat backen und einfrieren. Dazu die frisch ausgebackenen Kiachal ohne das „Germknödel-Finish“ einfrieren und sie erst kurz vor dem Servieren in die Flüssigkeit tunken.

Feine G‘schicht!

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